Kraft-Wärme-Kopplung
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Im Strom- und Wärmemarkt können durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) beträchtliche Energieeffizienzsteigerungen erreicht werden. Durch eine weitgehende Nutzung der Abwärme aus der Stromerzeugung kann der Gesamtwirkungsgrad der Energieerzeugung auf über 80% erhöht und der Einsatz fossiler und regenerativer Energieträger optimiert werden.
Zur Gewährleistung der Stromversorgungssicherheit bei einem zunehmenden Anteil der fluktuierenden, dargebotsabhängigen Stromeinspeisung aus Wind und Sonne wird zukünftig auch die Notwendigkeit einer Flexibilisierung der konventionellen Stromerzeugung weiter steigen. Insbesondere die flexibel regelbaren, stromgeführten KWK-Kraftwerke in der kommunalen Energieversorgung, in Industrie und Gewerbe, aber auch in der privaten Wohnungswirtschaft können einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Stromversorgung leisten.
Die Kraft-Wärme-Kopplung stellt bereits heute eine etablierte Möglichkeit der Sektorenkopplung zwischen Strom-, Wärme- und Gasversorgung dar und wird auch in einem zukünftigen regenerativen Stromversorgungssystem eine wichtige Komponente beispielsweise in der Wiederverstromung regenerativ erzeugter Energieträger im Rahmen der saisonalen Stromspeicherung bilden. Im Zuge des Aufbaus einer regenerativen Wasserstoffwirtschaft werden KWK-Anlagen zukünftig klimaneutral betrieben werden.
Im bundesweiten Vergleich gehört Rheinland-Pfalz mit einem Anteil der KWK an der Gesamtstromerzeugung von ca. 31,5% im Jahr 2024 sowie bezogen auf den Bruttostromverbrauch des Landes von ca. 23,7% zur Spitzengruppe innerhalb der deutschen Flächenländer. Insbesondere die industrielle KWK trägt dazu mit einem Anteil von fast 83% an der Gesamt-KWK-Stromerzeugung überproportional bei.